Zuerst wird die Aufgabe zugeschnitten: Genügt eine Klassifikation, oder braucht es Position und Anzahl? Die Antwort entscheidet über Datenbedarf und Aufwand um ein Vielfaches. Danach folgen Beschriftung, Training auf einem vortrainierten Modell und …
Computer Vision: Bilder maschinell auswerten
Bildauswertung gehört zu den Bereichen, in denen künstliche Intelligenz messbar und unstrittig funktioniert. Die Genauigkeiten liegen bei klar abgegrenzten Aufgaben sehr hoch – solange die Aufnahmebedingungen denen der Trainingsdaten ähneln. Genau dort liegt auch die Bruchstelle.
Was sich unterscheidet
- Klassifikation beantwortet: Was ist auf diesem Bild?
- Objekterkennung beantwortet zusätzlich: Wo genau, und wie viele?
- Semantische Segmentierung ordnet jedem Bildpunkt eine Klasse zu
- Instanzsegmentierung trennt darüber hinaus gleichartige Objekte voneinander
Die Wahl entscheidet über Aufwand und Datenbedarf. Wer nur zählen will, braucht keine Segmentierung.
Der rechtliche Teil, der oft vergessen wird
Biometrische Verfahren – allen voran Gesichtserkennung – unterliegen in der EU besonderen Anforderungen. Wer sie einsetzen will, klärt die Rechtsgrundlage vor der Technik, nicht danach. Die Seiten in diesem Themenfeld weisen darauf hin, ersetzen aber keine Rechtsberatung.
Wo Aufsicht nötig bleibt
In der medizinischen Bildauswertung und in der Qualitätskontrolle sind Systeme Zuarbeit, keine Entscheidung. Ein Modell mit neunundneunzig Prozent Trefferquote irrt bei zehntausend Prüfungen hundertmal.
Leistungen in Computer Vision
Aus gescannten Rechnungen, Lieferscheinen und Formularen werden strukturierte Datensätze. Die reine Zeichenerkennung ist heute weitgehend gelöst; die Arbeit liegt in der Zuordnung – welche Zahl ist der Nettobetrag, welches Datum das Lieferdatum. Pla…
In der Fertigung sind Fehlerbilder selten – das ist gut für die Produktion und schlecht für das Training. Deshalb wird oft auf Gutteilen trainiert und alles gemeldet, was abweicht. Der Schwellenwert entscheidet über das Verhältnis von übersehenen Fe…